Spielbericht – 17. Spieltag vs. TuS Norderney (A)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2024/2025 – 17. Spieltag

TuS Norderney vs. TuS Holthusen 24:25 (13:15)

Zittersieg auf der Insel

Auch das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TuS Norderney haben die Holthuser Herrenhandballer für sich entscheiden können. Der 25:24-Erfolg auf der Insel war jedoch äußerst mühsam und sicherlich auch glücklich, nach dem Spielverlauf hätte ein Unentschieden den gezeigten Leistungen eher entsprochen.

Den Rheiderländern war es letztlich egal, denn dank des knappen Sieges konnte man die Siegesserie auf nun 15 Spiele in Folge ausbauen und den Hausherren die einzige Heimniederlage der Saison zufügen. Bis die Blau-Weißen die Pluspunkte Nr. 31 und 32 allerdings eingetütet hatten, durchlief man eine kleine Achterbahnfahrt der Gefühle. Dies hatten sich die Schützlinge von Coach Johann Janssen, der die lange Reise mit 13 Akteuren antreten konnte, mal wieder selbst zuzuschreiben. Aufgrund diverser Fehler im Angriffsspiel, allen voran aufgrund von mangelnder Geduld und Entschlossenheit, gepaart mit einem katastrophalen Rückzugsverhalten gelang es dem TuS zunächst nicht, sich abzusetzen. Die besten 15 Holthuser Minuten der gesamten Partie sorgten dann dafür, dass man sich ein kleines Polster von drei Toren erarbeiten konnte. In dieser Phase spielten die Gäste etwas sauberer und zogen ihre Angriffe konsequenter durch. Die letzten Minuten bis zur Pause waren dann zwar wieder etwas durchwachsener, nach 30 gespielten Minuten ging es trotzdem mit einer verdienten 15:13-Führung in die Kabine.

Aus dieser kamen die Holthuser recht ordentlich und konnten den Vorsprung bis zur 40. Minuten auf vier Tore ausbauen. Wie so oft kam aber keine Ruhe ins Rheiderländer Spiel, sondern nach jedem Gegentor, das folgte, wurde man zunehmend nervöser und machte immer mehr Fehler. Zudem scheiterte der TuS diverse Male am besten Akteur in der Halle, dem Norderneyer Keeper Markus Bodenstab. Unter anderen die ersten vier Holthuser Siebenmeter und dazu auch noch einige weitere freie Würfe parierte er und wurde mehr und mehr zum Faktor, der seine Vorderleute an die Wende glauben ließ. Weil den Gästen mehr als elf Minuten kein Treffer gelang, passierte auch genau diese Wende und plötzlich lagen die Hausherren mit zwei Toren vorne. Der Meister wankte, aber er fiel nicht. Ausgerechnet die Siebenmeter, die bis dato eher wie eine Strafe für den TuS wirkten, sollten die Begegnung zugunsten der Holthuser drehen. Denn sowohl Jörn Battermann als auch in den Schlussminuten Thomas Pawlik und Sven Wilke behielten vom Strich die Nerven. So gelang es den Gästen die Partie tatsächlich noch zu ihren Gunsten zu drehen und am Ende einen schmeichelhaften 25:24-Sieg bejubeln zu dürfen.

Während der Kampf um die Vizemeisterschaft dadurch noch einmal an Spannung gewonnen hat, blicken die Holthuser nun auf die letzte noch ausstehende Begegnung in zwei Wochen. Dann erwartet man das Schlusslicht aus Papenburg zum Saisonfinale in der heimischen Oberschul-Halle.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Jörg von der Recke (1), Sven Wilke (5/1), Markus Janssen (6), Jörn Battermann (2/1), Jürgen Dreesmann, Marco Post (1), Thomas Pawlik (4/1), Keno Poppen (4), Fabian Heilmann, Maik Hüncke (2), Florian Häfner, Andre Hackmann.

Schiedsrichter: Wolfgang Werner


Spielfilm: 2:3 (5. Min.), 6:6 (10.), 6:9 (15.), 9:11 (20.), 11:13 (25.), 13:15 (Halbzeit), 14:16 (35.), 15:18 (40.), 19:19 (45.), 21:19 (50.), 22:22 (55.), 24:25 (Ende).

Zeitstrafen: 0 (TuS) / 3 (Norderney)

Siebenmeter: 7 – 3 Tore (TuS) / 3 – 2 Tore (Norderney)