Spielberichte/Vorberichte 2026/2027

– Spielbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2026/2027 – 1. Spieltag

TV Meppen vs. TuS Holthusen 36:33 (16:13)

Niederlage zum Auftakt

Im Duell „Jung gegen Alt“ haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen am späten Sonntagnachmittag beim TV Meppen eine Auftaktpleite kassiert. Gegen einen sehr starken Kontrahenten leistete man sich letztlich ein paar Fehler zu viel und musste die Heimreise mit einer 33:36-Niederlage im Gepäck antreten.

Nach der langen spielfreien Zeit kamen die Schützlinge von Trainer Michael Hieronimus nur sehr schleppend in die Partie. Das hohe Tempo, das die blutjunge Meppener Mannschaft während der gesamten 60 Minuten abspulte, stellte die Holthuser direkt vor so manche Herausforderung. Vor allem über die schnelle Mitte gelangen der Heimsieben diverse einfache Tore, auch wenn die Ausführung eben jenes Anwurfs häufig hätte einkassiert werden müssen. Da dies nicht passierte, liefen die pfeilschnellen Meppener immer wieder über die Außenbahnen ungestört Richtung Holthuser Tor und legten eine sehr ordentliche Abschlussquote an den Tag. Auf der Gegenseite waren die Holthuser Torerfolge in weiten Teilen hart und zumeist individuell erarbeitet. Sowohl über den Kreis als auch über beide Außenpositionen konnten die Rheiderländer sich nur sehr selten klare Wurfpositionen erspielen. Nichtsdestotrotz kämpften sich die Gäste in die Begegnung und hielten Anschluss. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs musste man dem hohen Tempo allerdings Tribut zollen und traf zu viele falsche Entscheidungen, sodass Meppen sich ein 3-Tore-Polster aufbauen konnte.

In seiner Halbzeitansprache machte Hieronimus seinen Akteuren deutlich, dass eine deutlich bessere und vor allem aggressivere Abwehrarbeit notwendig ist, um das Spiel zu drehen. Die Umsetzung scheiterte jedoch zunächst recht kläglich. Viel mehr sah es danach aus, als würde der TVM die Partie in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff vorentscheiden können. Mit drei Toren in Folge und einem 6-Tore-Vorsprung brachten sie den TuS ins Taumeln, aber die deutlich ältere Holthuser Sieben fiel nicht. Ganz im Gegenteil: Plötzlich hatten die Gäste ihre beste Phase und kämpften sich Tor um Tor zurück. Mitte der zweiten Halbzeit gelang erstmals seit der 19. Minute der Anschlusstreffer und der Glaube an etwas Zählbares war wieder vollends geweckt. Trotz der weiterhin sehr schnellen Gegentore und ausbaufähiger Abwehr- und Torhüterleistung glichen die Holthuser dann auch in der 52. Minute aus und waren drauf und dran, erstmals in Führung zu gehen. Zum Leidwesen der Gäste leitete ein sehr zweifelhafter Siebenmeter für die Meppener eine für den TuS unglückliche Crunchtime ein. Ausgerechnet der beste Torschütze des Spiels, Jesper Hülsmann, der zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr hätte spielen dürfen, traf zur erneuten Führung für die Heimsieben und im Anschluss musste man auch noch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Mehr als zwei weitere Male der Anschlusstreffer sollte den Holthusern nicht mehr gelingen. Mit dem zweiten Kempa-Tor besiegelte der TVM die Holthuser Niederlage und durfte am Ende einen 36:33-Erfolg feiern.

Mit etwas mehr Spielglück wäre für den TuS auch ein Punktgewinn denkbar gewesen, mit Blick auf den gesamten Spielverlauf musste man sich jedoch auch eingestehen, dass die Hausherren nicht unverdient beide Zähler auf ihrer Habenseite verbuchen durften. Am kommenden Samstag geht es für die Holthuser direkt weiter. Dann erwartet man den SV Warsingsfehn zum ersten Heimspiel der Saison in der Oberschulhalle in Weener.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lukas Tapper (TW), Lars de Buhr (TW), Martin Hanssen ( 6), Jörg von der Recke (4), Johannes Kampen, Sven Wilke (5), Markus Janssen (5), Jörn Battermann (1/1), Jürgen Dreesmann (1), Thomas Pawlik (6/3), Michael Frese (2), Maik Hüncke (2), Heiko Kuper (1).

Schiedsrichter: Michael Machon


Spielfilm: 2:1 (5. Min.), 6:3 (10.), 8:6 (15.), 12:10 (20.), 14:12 (25.), 16:13 (Halbzeit), 19:14 (35.), 22:19 (40.), 25:23 (45.), 28:27 (50.), 31:30 (55.), 36:33 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 2 (TVM)

Siebenmeter: 6 – 4 Tore (TuS) / 1 – 1 Tor (TVM)

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– Vorbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2026/2027 – 1. Spieltag

TV Meppen vs. TuS Holthusen

Sonntag, 06.09.2026 – Anwurf: 17:00 Uhr
Spielort: Stadt-Sporthalle Meppen-Altstadt (Nagelshof, 49716 Meppen)

Schiedsrichter: Michael Machon

Ausfälle: Timm Wilke, Marco Post, Keno Poppen, Florian Häfner

Bilanz (seit der Saison 2010/2011): Fehlanzeige

Manege frei, es geht wieder los! Am späten Sonntagnachmittag startet für die Herrenhandballer des TuS Holthusen die neue Saison in der Regionsoberliga Nord mit einem Auswärtsspiel beim TV Meppen. Nach 4 ½ Monaten ist es für die Mannschaft von Trainer Michael Hieronimus das erste Pflichtspiel gegen einen quasi unbekannten Gegner und außerdem zugleich ein Kaltstart. Denn bedingt durch überschaubare personelle Besetzungen und Terminfindungsthemen haben die Blau-Weißen in ihrer mehrwöchigen Vorbereitung zwar keine Testspiele absolvieren können, sich aber dafür nicht weniger intensiv auf die neue Spielzeit vorbereitet. Abgerundet wurde diese Phase am vergangenen Samstag mit einem Trainingstag. Das Team hat auf jeden Fall Lust auf die kommenden Aufgaben und wird beim Vorjahresfünften der letztjährigen Regionsoberliga West direkt ordentlich gefordert werden. Durch Umstrukturierungen sind die Meppener eine von drei Mannschaften, die zukünftig nach Ostfriesland reisen dürfen, und für den TuS ein nahezu gänzlich neuer Kontrahent. Bis auf ein kurzes Aufeinandertreffen bei einem Vorbereitungsturnier vor einigen Jahren sind sich beide Farben noch nie begegnet. Im eng zusammengelegenen Verfolgerfeld des verlustpunktfreien Meisters HSG Osnabrück II leisteten sich die Schützlinge von Timo Hämmerling letztlich ein paar Minuspunkte zu viel und mussten nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr auf einem Mittelfeldplatz in die Sommerpause gehen. Mit Jesper Hülsmann stellte man allerdings den mit Abstand besten Torschützen aller drei Regionsoberligen (143 Tore in 14 Spielen, darunter 45 7m-Tore). Die Rheiderländer Abordnung, die die Reise ins Emsland antreten wird, darf sich auf ein Duell auf Augenhöhe einstellen und wird direkt alles investieren müssen, um möglichst mit etwas Zählbarem im Gepäck die Rückreise antreten zu können. Dafür stehen Hieronimus aktuell 14 Akteure, darunter drei Torhüter, zur Verfügung. Personell passt es also schon einmal, nun gilt es, das vorhandene Potential auch auf die Platte zu bekommen. Dabei wird der Schlüssel zum Erfolg wie gewohnt das Abwehr- und Torhüterspiel sein. Man darf gespannt sein, welches Team besser aus den Startlöchern kommt. Angeworfen wird die Begegnung, die vom Unparteiischen Michael Machon geleitet wird, um 17:00 Uhr.