Spielbericht gegen TSV Holtrop

– Spielbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2025/2026 – 12. Spieltag

TSV Holtrop vs. TuS Holthusen 15:29 (5:16)

Nur 17 ansprechende Minuten reichen

Der gewünschte Schritt nach vorne war es zwar nicht, aber zumindest haben sich die Herrenhandballer des TuS Holthusen auch in ihrem 12. Saisonspiel schadlos gehalten. Beim TSV Holtrop reichte eine durchwachsene Leistung, um ungefährdet mit 29:15 Toren zu gewinnen.

Gegen den Tabellenvorletzten, der nur acht Akteure aufbieten konnte, kam die Mannschaft von Trainer Michael Hieronimus eigentlich gut ins Spiel, vergab jedoch bereits in den ersten Minuten zahlreiche 100%ige Torchancen. So verpassten die Gäste es, direkt zu Beginn klarzumachen, was sie an diesem Tag erreichen wollen. Ziel sollte es nämlich sein, durch eine gute Abwehr schnell in das Umschaltspiel zu kommen und die sich bietenden Räume und Wurfgelegenheiten dann mit einer zufriedenstellenden Quote zu verwerten. Das einzige Teilziel, das erfüllt wurde, war die Abwehrarbeit – zumindest in der ersten Hälfte. Lediglich fünf Gegentore ließen die Holthuser zu, davon in den letzten 17 Minuten des ersten Durchgangs nur ein einziges. Die Belohnung dieser starken Defensivleistung fuhr man allerdings nur selten ein. Viel zu oft warf man den Ball ohne die notwendige Überzeugung Richtung Holtroper Tor oder machte vorher schon vermeidbare Fehler. Dass die Partie erwartungsgemäß bereits zur Pause beim Stand von 16:5 für den TuS entschieden war, stellte so trotzdem keinen der Blau-Weißen richtig zufrieden.

Da es auch in der zweiten Hälfte nicht gelang, die Konzentration auf einem möglichst hohen Level zu halten, plätscherte die Begegnung irgendwie vor sich hin. Dabei warteten die Gäste in nahezu jedem Angriff der Heimsieben vergeblich auf das Anzeigen des passiven Spiels und in diversen eigenen Offensivaktionen auf das Aussprechen von Zeitstrafen oder Siebenmetern. Trotz dieser Umstände war das, was vor allem nach Wiederanpfiff von den Holthusern kam, einfach zu wenig. Die Strafe dieser schwachen Leistung machte sich letztlich auch im Ergebnis bemerkbar, denn der Durchgang Nr. 2 konnte nur mit 13:10 Toren für sich entschieden werden. Beim Schlusspfiff stand so zwar ein klarer, aber nicht wirklich zufriedenstellender 29:15-Erfolg für den Tabellenführer auf der Anzeigetafel.

Will man diese Position auch nach dem kommenden Wochenende noch innehaben, bedarf es einer gewaltigen Leistungssteigerung aller Akteure. Schließlich steht mit dem Spiel bei der HSG Emden II am Samstag das absolute Topspiel auf dem Programm. Idealerweise zeigen die Blau-Weißen dann endlich mal wieder, was wirklich handballerisch in ihnen schlummert.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lukas Tapper (TW), Lars de Buhr (TW), Jörg von der Recke (7/1), Johannes Kampen (2), Markus Janssen (4), Jörn Battermann (3), Jürgen Dreesmann (3), Thomas Pawlik (3/1), Fabian Heilmann (1), Maik Hüncke (2), Florian Häfner, Heiko Kuper (4).

Schiedsrichter: Heinz Wagener


Spielfilm: 2:2 (5. Min.), 3:6 (10.), 4:7 (15.), 4:11 (20.), 4:13 (25.), 5:16 (Halbzeit), 7:18 (35.), 9:19 (40.), 11:22 (45.), 12:24 (50.), 13:26 (55.), 15:29 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 2 (TSV)

Siebenmeter: 4 – 2 Tore (TuS) / 2 – 0 Tore (TSV)