Spielbericht gegen SV Warsingsfehn

– Spielbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2025/2026 – 8. Spieltag

TuS Holthusen vs. SV Warsingsfehn 37:29 (21:17)

Derbysieg zum Rückrundenstart

Auch wenn es phasenweise ruckelig war, haben die Holthuser Herrenhandballer den Start in das Kalenderjahr 2026 und die Rückrunde erfolgreich gemeistert. Im Landkreis-Derby gegen den SV Warsingsfehn gewannen die Rheiderländer verdient mit 37:29 Toren.

Mit voller Kapelle ging die Mannschaft von Trainer Michael Hieronimus in die Partie. 16 Akteure standen zur Verfügung, darunter mit Martin Hanssen auch der kurzfristige Holthuser Neuzugang. Um es direkt vorweg zu nehmen: Hanssen machte ein gutes Spiel und zeigte, dass die Hoffnungen in ihn berechtigt sind. Seine neuen Mitspieler und er brauchten aber 20 Minuten, um eine einigermaßen passable Abwehrarbeit abzuliefern. Bis dahin funktioniert defensiv bei den Blau-Weißen fast nichts. Weder im Kopf noch in den Beinen wirkte man bereit, im Kollektiv zu verteidigen. Dazu bekamen auch die Keeper nur selten ihre Hände an den Ball. So gelangen dem SVW viele einfache Tore von nahezu allen Positionen. Erst eine Auszeit und ein Holthuser 4-Tore-Lauf direkt im Anschluss sorgten dafür, dass die Begegnung sich langsam zugunsten des TuS bewegte. Bis zur Pause gelang es endlich, sich in den Defensivzweikämpfen besser zu verhalten. Die Ballgewinne fanden auf der Gegenseite durchgehend und mit einer sehr ordentlichen Quote den Weg in das Fehntjer Gehäuse. So ging es mit einem 21:17 in die Kabinen.

Dort war man sich einig, dass die letzten Minuten der Anspruch an das eigene Abwehrspiel sein muss, dem man auch in der zweiten Hälfte gerecht werden möchte. Und dies gelang dem Tabellenführer dann auch beeindruckend. Zwar kassierte die Heimsieben in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel zwei Tore, dann wurde aber endlich Zement angerührt. Zehn Minuten schafften es die Gäste nicht, ein Tor zu erzielen. Der Angriff der Hausherren hingegen zeigte sich in dieser Phase weiterhin flexibel und stark in der Verwertung seiner Chancen. Die Belohnung war die frühe Entscheidung des Derbys, denn aus einem 24:20 machten die Hieronimus-Schützlinge bis zur 46. Minute ein 33:20. Bereits vorher wurde versucht, die Spielzeiten auf möglichst viele Schultern zu verteilen, durch den klaren Spielstand wurde dies natürlich weiter forciert. Dass sorgte zwar für eine höhere Fehlerquote, am klaren Ausgang der Partie änderte sich jedoch nichts. Warsingsfehn stemmte sich bis zum Ende gegen die drohende Niederlage und schaffte es bis zum Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichtergespanns Adena/Heidrich, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Letztlich jubelte aber der TuS über einen 37:29-Heimsieg.

Mit dem achten Erfolg im achten Spiel bleiben die Holthuser somit weiterhin makellos, wissen aber auch, an welchen Baustellen in den kommenden Trainingseinheiten gearbeitet werden muss. Am kommenden Sonntag kann man dann bei der HSG Emden III zeigen, ob bereits positive Effekte vorhanden sind.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lukas Tapper (TW), Martin Hanssen (4), Jörg von der Recke (4/2), Johannes Kampen, Sven Wilke (7), Markus Janssen (5/2), Jörn Battermann (2), Jürgen Dreesmann (1), Marco Post, Thomas Pawlik (7), Fabian Heilmann, Michael Frese (2), Maik Hüncke (1), Florian Häfner (1), Heiko Kuper (3).

Schiedsrichter: Peter Adena & Klaus Heidrich


Spielfilm: 2:3 (5. Min.), 6:7 (10.), 9:10 (15.), 13:14 (20.), 18:15 (25.), 21:17 (Halbzeit), 23:18 (35.), 27:20 (40.), 32:20 (45.), 36:23 (50.), 36:27 (55.), 37:29 (Ende).

Zeitstrafen: 7 (TuS) / 5 (SVW)

Siebenmeter: 5 – 4 Tore (TuS) / 6 – 4 Tore (SVW)