Spielbericht – 5. Spieltag vs. WHV HV III (A)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 5. Spieltag

Wilhelmshavener HV III vs. TuS Holthusen 28:15 (13:12)

Kein Personal, keine Chance

Die fünfwöchige Pause haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen mit einer deutlichen 15:28-Niederlage beendet. Beim Wilhelmshavener HV III konnte man nur 30 Minuten dagegenhalten und war letztlich chancenlos.

Wer zu Beginn der zweiten Halbzeit die Halle verlassen und im Nachgang das Endergebnis gelesen hätte, würde sich wahrscheinlich immer noch verwundert die Augen reiben. Schließlich hatte Thomas Pawlik, an diesem Tag der beste Holthuser Torschütze, soeben seinen sechsten Treffer erzielt und damit den 13:13-Ausgleich hergestellt. Es folgte vollkommene Ideenlosigkeit und Standhandball in der TuS-Offensive. Die logische Konsequenz: In den folgenden 29 Minuten gelangen den Rheiderländern nur noch klägliche zwei weitere Tore. Auf der Gegenseite nutzte die Mannschaft von Trainer Maik Schlundt die etlichen Holthuser Fehler meistens gnadenlos aus und sorgte mit einem 7:0-Lauf dafür, dass nach guten 40 Minuten das Spiel entschieden und nur noch die Höhe des WHV-Sieges zur Debatte stand.

Dabei hatten die Blau-Weißen trotz diverser weiterer Ausfälle und mit einem Aufgebot von lediglich neun Spielern bis zur Pause nahezu alles umgesetzt, was Trainer Johann Janssen von ihnen gefordert hatte. Im Angriff versuchte man die Angriffe lange auszuspielen und über gewonnene Eins-gegen-Eins-Situationen in vernünftige Abschlusspositionen zu kommen. Dies gelang unerwartet gut, trotz erheblicher Probleme mit dem verwendeten Haftmittel. In der Abwehr versuchte man WHV-Rückraumspieler Krause mit einer engen Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Dies klappte aus dem gebundenen Spiel heraus ebenfalls gut. Allerdings fand man gegen Pascal Miele zu selten Zugriff und so war es eben jener Miele, der dem Angriffsspiel der Heimsieben seinen Stempel aufdrückte und mit neun Toren auch bester Torschütze der Partie wurde. Allerdings verzweifelte auch er, wie seine Mitspieler, oft am besten Holthuser Akteur. Und der stand mit Steffen Luikenga im Tor der Gäste. Seine insgesamt 20 Paraden hielten den TuS bis zur Pause im Rennen um Zählbares. Denn zu diesem Zeitpunkt lag man lediglich mit 12:13 Toren zurück und rechnete sich für den zweiten Durchgang insgeheim vielleicht sogar etwas Zählbares aus. Diese frommen Wünsche waren spätestens nach 40 Minuten Geschichte. Auch wenn man sich nie aufgab und versuchte, sich es so gut wie nur möglich zu wehren, brach die sehr schwache Offensivleistung mit zahllosen Abspielfehlern und Fehlwürfen dem TuS letztlich das Genick. Dabei muss man dem nun Tabellenvierten allerdings zugute halten, dass in den teilweise vorhandenen Formationen so noch nie zusammengespielt wurde und einfach zu wenig Alternativen vorhanden waren, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. So waren die Holthuser im zweiten Abschnitt saft- und kraftlos, sehnten den Schlusspfiff herbei und waren mehr als froh, die lange Rückreise antreten und dieses Spiel als „erledigt“ abhaken zu können.

Kommenden Samstag folgt dann das zweite Heimspiel der Saison. Zu Gast ist mit der HG Jever/Schortens III allerdings das absolute Ausnahme-Team der Liga. In diesem Spiel geht es eigentlich nur um die Höhe der Niederlage und dabei wäre eine 20-Tore-Pleite bereits ein Erfolg.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Malte Löning (1), Thomas Pawlik (6), Keno Poppen (1), Marcus Wilken (3/2), Jan Löning (1), Florian Häfner, Jürgen Dreesmann, Vincent Poral (3).

Schiedsrichter: Stefan de Vries & Michael Schwab

Spielfilm: 1:2 (5. Min.), 4:5 (10.), 4:6 (15.), 8:8 (20.), 11:11 (25.), 13:12 (Halbzeit), 16:13 (35.), 19:13 (40.), 22:14 (45.), 23:15 (50.), 24:15 (55.), 28:15 (Ende).

Zeitstrafen: 4 (TuS) / 2 (WHV)

Siebenmeter: 3 – 2 Tore (TuS) / 5 – 3 Tore (WHV)