Spielbericht – 8. Spieltag vs. Wilhelmshavener SSV II (H) – Nachholspiel

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 8. Spieltag (Nachholspiel)

TuS Holthusen vs. Wilhelmshavener SSV II 32:21 (14:9)

Deutlicher Heimsieg

Mit einem am Ende deutlichen 32:21-Erfolg gegen den Wilhelmshavener SSV II haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen sich auf den fünften Tabellenplatz in der Regionsoberliga Ems Jade hochgearbeitet und durch den zweiten Sieg in Folge gute Chancen, am Ende der Saison auch mindestens eben jeden Platz einnehmen zu können.

Gegen den direkten Tabellennachbarn vom Jadebusen taten sich die Blau-Weißen im ersten Durchgang allerdings sehr schwer. Trainer Johann Janssen standen nach einigen kurzfristigen Absagen letztlich elf Akteure zur Verfügung, die Gäste reisten auf der letzten Rille mit nur sieben Spielern an. Somit war vor allem wieder einmal der Kopf ein entscheidendes Kriterium für einen Erfolg oder Misserfolg der Rheiderländer. Vor drei Wochen im Heimspiel gegen Moorsum hatte man bekanntlich gegen einen genauso knäpplich mit Personal ausgestatteten Gegner eine sehr schwache Leistung abgeliefert, weil man bereits vor der Partie den Sieg schon als sicher verbucht hatte. Und auch in dieser Begegnung sah es zunächst so aus, als würde es erneut ein sehr enges Spiel werden. Denn die Holthuser machten sich das Leben selbst unnötig schwer. In der Abwehr verteidigte man teilweise zu naiv und fand gegen die sehr starken Schlagwürfe des besten WHV-Akteurs Delissen keine richtige Lösung. Und im Angriff spielte der TuS viel zu kompliziert, leistete sich viel zu viele Abspielfehler, spielte ungeduldig und nahm sich unvorbereitete Würfe. So lag man nach zehn Minuten mit 4:6 Toren zurück. Vier Minuten später hatte man die Partie zwar gedreht, konnte sich aber immer noch nicht absetzen, weil die Fehlerquote weiterhin zu hoch war. Weil man defensiv aber recht gut agierte, konnte man die Angriffsschwäche etwas kompensieren, allerdings fiel fast neun Minuten daher auf beiden Seiten kein Treffer. Bis kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit durften die Gäste trotz keiner Wechselmöglichkeit noch auf etwas Zählbares hoffen, dann gelang es den Hausherren vor dem Gang in die Kabinen endlich doch noch, sich ein kleines Torepolster zu erspielen und mit einem 14:9-Vorsprung etwas Ruhe in die Partie zu bringen.

Dass Halbzeitführungen und die Holthuser zuletzt keine Freunde waren und man doch bitte an dieser Beziehung etwas verbessern solle, machte Janssen seinen Spielern in der Pause deutlich. Ob es auch oder vor allem daran lag, dass man die Feier am Abend nicht mit einem negativen Ergebnis bestreiten wollte, sei mal dahingestellt, auf jeden Fall erfüllte die Heimsieben die Wünsche ihres Coaches und sorgte bereits in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchganges für die Entscheidung. Denn spätestens, als man nach 42 Spielminuten erstmals mit zehn Toren vorne lag, war die Messe gelesen. So konnte Janssen fleißig durchwechseln und auch wenn aufgrund von sonst eher selten zusammenspielenden Konstellationen der ein oder andere Fehler passierte, spielten die Holthuser ihren Stiefel konsequent herunter und ließen gegen die sich tapfer wehrenden, aber am Ende chancenlosen Gäste nichts mehr anbrennen. So durfte der TuS beim Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Theodor Beekmann, der mit der sehr fairen Partie keinerlei Probleme hatte, einen verdienten 32:21-Sieg bejubeln.

Damit die Holthuser den fünften Platz behalten können, benötigen sie aus den letzten beiden Begegnungen mindestens noch einen Punkt. Diesen will man natürlich gerne bereits am kommenden Wochenende beim Derby-Rückspiel in Warsingsfehn ergattern.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Johannes Kampen (3), Nico Havrilla (5/3), Markus Janssen (5), Jörn Battermann (4), Jürgen Dreesmann, Marcus Wilken (6), Vincent Poral (6), Michael Frese (2), Thorben Frieling, Jan Löning (1).

Schiedsrichter: Theodor Beekmann

Spielfilm: 2:3 (5. Min.), 4:6 (10.), 7:6 (15.), 7:6 (20.), 10:8 (25.), 14:9 (Halbzeit), 17:11 (35.), 20:12 (40.), 23:14 (45.), 27:16 (50.), 30:18 (55.), 32:21 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 2 (WHV)

Siebenmeter: 4 – 3 Tore (TuS) / 2 – 1 Tor (WHV)