Spielbericht – 7. Spieltag vs. SG Moorsum (A)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2022/2023 – 7. Spieltag

SG Moorsum vs. TuS Holthusen 27:24 (13:12)

Sechste Niederlage in Folge

Nicht nur am Tag nach dem Spiel wird man im Lager der Holthuser Herrenhandballer sicherlich noch sehr am Ausgang der Partie bei der SG Moorsum zu knabbern haben. Die 24:27-Niederlage im Kellerduell war die bereits sechste Pleite in Folge.

Und sie war eine bzw. die unnötigste alle bisherigen Niederlagen. Da die SG ihr Nachholspiel bei der HSG Friedeburg/Burhafe am Donnerstag verloren hatte, gingen beide Teams mit lediglich zwei Pluspunkten in das Duell des Dritt- gegen den Vorletzten. Auch das Personal war identisch, beide Trainer konnten auf jeweils elf Akteure zurückgreifen. Auf dem sehr rutschigen Hallenboden, mit dem beide Mannschaften zu kämpfen hatten, fanden die Rheiderländer zunächst besser ins Spiel. Weil man im Angriff seine Chancen konsequent nutzte und die Angriffe geduldig zu Ende spielte sowie in der Defensive von einigen Fehlwürfen der Heimsieben profitierte, lag der TuS nach den ersten zehn Minuten mit 6:3 Toren in Front. Sicherheit brachte dieser Vorsprung dem Team von Trainer Johann Janssen allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Sieben torlose Minuten sollten bereits früh zeigen, wo in dieser Begegnung bei den Gästen (wieder) der Schuh drücken sollte. Entweder man schloss Angriffe viel zu früh und komplett unvorbereitet ab oder klarste Torchancen wurden leichtfertig liegengelassen. Auf der Gegenseite kamen bei den Hausherren die Rückraumschützen Eilts und Budde immer besser in die Partie und nutzen ihre Wurfgewalt dazu, den Rückstand zu drehen und ein komplett ausgeglichenes Spiel zu erzeugen. Ein Spiel auf sehr schwachem Niveau, in dem beide Mannschaften zeigten, warum sie in der Tabelle sehr weit unten stehen. Bis zur Pause konnte Moorsum eine knappe Führung halten und mit einem 13:12 in die Kabine gehen.

Dort wurden bei den Gästen die bisherigen Fehler klar angesprochen mit dem Ziel, die Angriffsleistung deutlich zu verbessern. Die Vorgaben, die dabei gemacht wurden, wurden jedoch einfach nicht umgesetzt. Dabei war der Einstieg in den zweiten Durchgang verheißungsvoll, mit zwei schnellen Toren drehte man die Partie schnell und kurzzeitig hatte man das Gefühl, dass die Blau-Weißen nun endlich in einen Flow kommen. Doch aus diesem brachte man sich selbst nur kurze Zeit später wieder, da direkt wieder die gleichen Fehler gemacht wurden wie in der ersten Halbzeit. Bis zur 46. Minute wechselte die Führung so fleißig hin und her und es deutete eigentlich alles auf ein Unentschieden hin. Sinnbildlich für die gesamte bisherige Saison leisteten die Holthuser sich aber ausgerechnet jetzt einen kollektiven Black-Out und kassierten in den folgenden fünf Minuten einen 0:4-Lauf, der die Partie letztlich entscheiden sollte. Denn so sehr man sich auch bemühte, reichte die Angriffsleistung und vor allem die Chancenverwertung auch in der Folge nicht, um das Spiel noch einmal zu drehen. So jubelte beim Schlusspfiff des Unparteiischen Karl-Heinz Schwarzenberger, dessen Leistung zum Niveau des Spiels passte, die heimische SG über ihren zweiten Saisonsieg.

Für den TuS, der mit einer auch nur annähernd normalen Leistung die beiden Punkte hätte einfahren können, ist das kommende Heimspiel durch diese Niederlage nun mit unfassbar großem Druck verbunden. Am Samstag empfängt man mit TuRa Marienhafe II das Tabellenschlusslicht zum Abstiegskrimi. Folgt Niederlage Nr. 7, „feiern“ die Holthuser Weihnachten mit der roten Laterne. Gelingt endlich der ersehnte Befreiungsschlag, kann man zumindest mit etwas weniger Druck in die Feiertage gehen.


TuS Holthusen: Lars de Buhr (TW), Malte Löning (2), Jörg Janssen (6/2), Markus Janssen (2), Jörn Battermann (1), Jürgen Dreesmann, Thomas Pawlik (5), Keno Poppen (3), Jan Löning (3), Florian Häfner, Andre Hackmann (2).

Schiedsrichter: Karl-Heinz Schwarzenberger

Spielfilm: 1:2 (5. Min.), 3:5 (10.), 5:6 (15.), 8:8 (20.), 10:10 (25.), 13:12 (Halbzeit), 16:15 (35.), 16:17 (40.), 18:18 (45.), 22:19 (50.), 24:21 (55.), 27:24 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 1 (SG)

Siebenmeter: 2 – 2 Tore (TuS) / 3 – 2 Tore (SG)