Spielbericht – 6. Spieltag vs. HG Jever/Schortens III (H)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 6. Spieltag

TuS Holthusen vs. HG Jever/Schortens III 15:38 (4:20)

Erwartete Lehrstunde

Deutlich und natürlich auch mehr als verdient haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen ihr zweites Heimspiel der Saison gegen das Ausnahmeteam der HG Jever/Schortens III verloren. Aufgrund einer desolaten ersten Halbzeit unterlag man letztlich mit 15:38 Toren.

Dabei hätte die Niederlage – und das ist der einzige Vorwurf, den man dem Team von Trainer Johann Janssen machen muss – deutlich geringer ausfallen können. Denn was die 12 blau-weißen Feldspieler im ersten Durchgang in der Offensive anboten, glich einer Arbeitsverweigerung. Die Vorgaben, die Angriffe lange auszuspielen, notfalls auch ins Zeitspiel zu kommen, und vor allem mehr Bewegung zu zeigen als zuletzt in Wilhelmshaven, wurden vollkommen ignoriert. Ganz im Gegenteil: Etliche Offensivbemühungen waren bereits zu Ende, da war man noch nicht einmal 10 Sekunden im Ballbesitz. Jeder Spieler nahm sich Würfe ohne jegliche Vorbereitung und die wenigen Möglichkeiten, in denen sich die Hausherren mal so weit durchspielen konnten, dass eine gute Chance vorhanden war, wurden leichtfertig liegengelassen. Dabei standen bei der HG zwei Feldspieler im Tor. Vor allem Bröckerhoff in der ersten Halbzeit zeigte sich dabei aber als sehr guter Ersatz der gelernten Keeper und wird sicherlich der Akteur gewesen sein, der die meisten Assists im Spiel verbuchen konnte. Denn seine Mitspieler durften einen Tempogegenstoß nach dem anderen laufen. Alleine 15 waren es in den ersten 30 Minuten, von denen 13 im Tor landeten. TuS-Torhüter Lars Battermann durfte einem leid tun, denn er wurde komplett im Stich gelassen. Beim Pausentee und einem Stand von 4:20 Toren sah man sich so einer auch in dieser Form nicht unbedingt erwarteten haushohen Packung ausgesetzt. Selbst das Ziel, die eigenen Torerfolge in den zweistelligen Bereich zu bringen, schien zu diesem Zeitpunkt weit entfernt.

Die zweite Halbzeit wurde zur Freude aller Holthuser jedoch deutlich besser, zumindest größtenteils. Denn weil die Gäste in der Abwehr etwas weniger Prozentpunkte ablieferten und vorne zudem einige Ungenauigkeiten zeigten, konnten die Blau-Weißen auch selbst mal Tore durch schnelles Umschalten erzielen. Und auch aus dem gebundenen Spiel heraus machte man ein nun endlich wieder besseres Spiel und ging in die sich bietenden Lücken konsequenter als zuvor. Der Lohn war ein nicht weiter anwachsender Rückstand und man hatte die leise Hoffnung, die Partie mit maximal 15-18 Toren zu verlieren. Etwas, das nach der ersten Halbzeit undenkbar gewesen wäre. Weil man aber in den Schlussminuten wieder genauso fehlerbehaftet agierte wie zu Beginn des Spiels und in weitere Tempogegenstöße lief, zerplatzte diese Blase leider doch noch und es stand letztlich eine natürlich nie gefährdete und vollkommen verdiente 15:38-Niederlage zu Buche, die man aber mit einer auch nur annähernd ligatauglicheren Angriffsleistung bei unter 15 Toren hätte halten können.

Als wären diese zwei deutlichen Niederlagen nicht schon genug, geht es kommenden Samstag bei der HSG Emden schon wieder nur darum, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Dort ist man Samstagabend zu Gast, vorausgesetzt Corona macht dies nicht zunichte.


TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Malte Löning (3), Jörg Janssen (5), Johannes Kampen, Jörn Battermann, Jürgen Dreesmann, Marcus Wilken (2), Marco Post, Thomas Pawlik (2), Vincent Poral (2), Michael Frese, Thorben Frieling (1), Florian Häfner.

Schiedsrichter: Peter Frerichs

Spielfilm: 0:2 (5. Min.), 1:6 (10.), 2:9 (15.), 2:14 (20.), 3:16 (25.), 4:20 (Halbzeit), 5:22 (35.), 7:25 (40.), 10:27 (45.), 12:29 (50.), 15:32 (55.), 15:38 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 0 (HG)

Siebenmeter: 0 – 0 Tore (TuS) / 6 – 5 Tore (HG)