Spielbericht – 3. Spieltag vs. HSG Neuenburg/Bockhorn II (A)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 3. Spieltag

HSG Neuenburg/Bockhorn II vs. TuS Holthusen 27:28 (13:16)

Lars de Buhr hält TuS-Sieg fest

Die Holthuser Herrenhandballer haben auch das zweite Saisonspiel erfolgreich gestalten können. Bei der zweiten Mannschaft der HSG Neuenburg/Bockhorn siegte das Team von Coach Johann Janssen denkbar knapp mit 28:27 Toren.

Zwanzig Sekunden waren noch auf der Uhr, als Thomas Pawlik den TuS mit seinem dritten Treffer wieder in Führung brachte. HSG-Trainer Niehaus zog direkt seine Time-Out-Karte und nahm seinen Keeper aus dem Tor. Im 7-gegen-6 spielte seine Mannschaft die letzten Sekunden herunter und bekam auch noch die erhoffte gute Wurfgelegenheit. Holthusens Torwart Lars de Buhr fuhr jedoch seinen linken Arm aus, zeigte seine 16. Parade und wurde zum Spielverderber für die Neuenburger Aufholjagd. Es folgte Erleichterung auf Seiten der Rheiderländer und Enttäuschung bei der Heimsieben, die erneut eine Partie mit nur einem Treffer verlor.

Doch der Reihe nach: Mit elf Spielern trat der TuS die Reise nach Zetel an, da mit Steffen Luikenga kurzfristig der neunte Ausfall verkraftet werden musste. Janssen standen vor allem im Rückraum so nahezu keine Wechselmöglichkeiten zur Verfügung und auch de Buhr im Tor war auf sich alleine gestellt. Nichtsdestotrotz hatte man qualitativ einen Kader zusammen, der für einen Sieg in der Fremde auf jeden Fall in Frage kam. Und die erstmals in grün/schwarz spielenden Gäste zeigten auch direkt vom Anpfiff weg immer wieder gute Aktionen und fanden viele gute Lösungen gegen die HSG-Defensive. Vor allem TuS-Akteur Jörg Janssen war im ersten Durchgang im Angriff gut aufgelegt und sollte mit neun Toren letztlich auch bester Holthuser Schütze werden. In den ersten zehn Minuten konnte sich zunächst kein Team absetzen, dann gelang es dem TuS erstmals, sich eine 4-Tore-Führung zu erarbeiten. Weil man allerdings in der Folgezeit einige unvorbereitete Würfe nahm und die Rückwärtsbewegung sich als größte Baustelle immer mehr zeigte, konnte man diese Führung lediglich verwalten und nicht erhöhen. Beim Stand von 16:13 für die Holthuser wurden so die Seiten gewechselt.

Der Start in die zweite Halbzeit lief dann eigentlich ideal für die Gäste, denn mit zwei Toren in Folge holte man sich die erste Führung mit sogar fünf Toren. Von Ruhe und Sicherheit, die dieser Vorsprung normalerweise hätte mit sich bringen müssen, war nur leider nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil: Innerhalb von fünf Minuten war der Vorsprung wieder weg und die Heimsieben glich aus. Die meisten Tore fielen dabei durch Tempogegenstöße, weil der TuS im Angriff immer wieder mehrminütige Phasen hatte, in denen überhaupt nichts klappte. Sicherlich hätten einige Siebenmeterpfiffe mehr für den TuS daran etwas geändert, allerdings hofften die Rheiderländer oft vergeblich auf aus ihrer Sicht eigentlich klare Pfiffe. Nach dem Neuenburger Ausgleich zeigten die Holthuser jedoch eine starke Reaktion und konterten den Lauf der Hausherren direkt mit vier Toren in Folge. Diese Führung sollte nun die Basis für einen souveränen Sieg werden? Nicht mit dem TuS! Es folgte die nächste Schwächephase und der erneute Ausgleich. Bei noch 14 Minuten Spielzeit drohte ein Krimi, den man sich eigentlich hätte ersparen können. Doch 17 Fehlwürfe und 12 technische Fehler machten einem weniger nervenaufreibendem Sieg einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück hatte man mit de Buhr am heutigen Tage den bitter nötigen Rückhalt im Tor. Sehr starke 37% gehaltener Bälle zeigen dies eindrucksvoll. Passend zum Spielverlauf reichte dem TuS die folgende Führung mit drei Toren erneut nicht aus, um die letzten Minuten herunterzuspielen. Vielmehr lief man in die nächsten Gegenstöße und kassierte knappe vier Minuten vor dem Ende den abermaligen Ausgleichstreffer. Was folgte, waren mehrere nervöse und mit Fehlern abgeschlossene Angriffe auf beiden Seiten, bevor Pawlik traf und de Buhr den Sieg festhielt.

Mit nun 4:0 Punkten gehen die Holthuser mit einer zumindest punktetechnisch perfekten Basis in eine fünfwöchige Pause, die mit dem Gastspiel beim Wilhelmshavener HV III enden wird. Dort wird ein absoluter Sahnetag notwendig sein, um für Zählbares in Frage zu kommen.


TuS Holthusen: Lars de Buhr (TW), Malte Löning (3), Thomas Pawlik (3), Keno Poppen (2), Jörg Janssen (9/3), Jörn Battermann (3), Marcus Wilken (4), Johannes Kampen (2), Jan Löning (1), Florian Häfner, Jürgen Dreesmann (1).

Schiedsrichter: Gerold Eden & Helge Harms

Spielfilm: 1:3 (5. Min.), 5:7 (10.), 6:10 (15.), 8:11 (20.), 10:14 (25.), 13:16 (Halbzeit), 15:19 (35.), 19:19 (40.), 20:24 (45.), 24:26 (50.), 26:27 (55.), 27:28 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 4 (HSG)

Siebenmeter: 3 – 3 Tore (TuS) / 1 – 1 Tor (HSG)