Spielbericht – 16. Spieltag vs. SV Warsingsfehn (H)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 16. Spieltag

TuS Holthusen vs. SV Warsingsfehn 23:22 (15:12)

Hässlicher Derbysieg

Die Herrenhandballer des TuS Holthusen haben die lange Spielpause mit einem Derbysieg beendet. Vor heimischer Kulisse gelang den Rheiderländern ein glücklicher 23:22-Erfolg gegen den SV Warsingsfehn.

Hatte man in den letzten Wochen nur mit spärlicher Besetzung trainieren können, konnte Trainer Johann Janssen pünktlich zum Spiel auf einen 14-köpfigen Kader zurückgreifen. Dem gegenüber boten die Gäste elf Akteure auf, mussten aber auf Haupttorschütze Benny Freerks verzichten. Vorteile für den TuS brachten die personellen Konstellationen allerdings nicht mit sich. Aber der Reihe nach: Die Blau-Weißen gingen recht fokussiert und strukturiert in die Begegnung und konnten sich in der Anfangsphase vor allem dank Treffern von Jörg Janssen eine Drei-Tore-Führung erarbeiten. Allerdings brachte dieser Vorsprung keinerlei Sicherheit in das Spiel der Hausherren. Im Angriff verzettelte man sich sehr oft in uninspirierten Einzelaktionen und es mangelte an Absprachen und passenden Laufwegen. So kamen die Gäste schnell wieder auf ein Tor heran, vorwiegend über den sehr starken Kreisläufer Thomas Müller, den die Holthuser während der gesamten Partie nie richtig in den Griff bekamen. Holthusens bester Schütze in der Partie, Marcus Wilken, konnte den alten Vorsprung im Anschluss wieder herstellen, danach brach beim TuS allerdings für einige Minuten alles auseinander. Diese Schwächephase der Heimsieben nutzte der SVW zu fünf Toren in Folge und drehte so das Spiel. Vor allem Sebastian Stomberg trumpfte in dieser Phase groß auf, er sollte letztlich bester Torschütze auf Seiten der Fehntjer werden. Der TuS fand aber direkt die passende Antwort und sorgte mit ebenfalls fünf Treffern in Folge für eine vermeintlich beruhigende 15:12-Pausenführung.

Geordneteres und mit weniger Fehlern behaftetes Angriffsspiel und mehr Fokus auf die gefährlichsten Gäste-Akteure forderte Janssen von seinen Schützlingen in seiner Halbzeitansprache ein. Um es direkt vorweg zu nehmen: Die Umsetzung klappte nur sehr bescheiden. Zudem verlor man auch noch sehr früh im zweiten Durchgang Marco Post mit einer Schulterverletzung. Weil auf beiden Seiten Fehler weiterhin in Massen produziert wurden, pendelte sich das Ergebnis bei einer Führung von 3-4 Toren für die Holthuser ein. Bis zur 43. Minute und einem Stand von 19:15 war daher auch noch alles in Ordnung für den TuS. Danach funktionierte allerdings fast gar nichts mehr. Die Blau-Weißen konnten froh sein, dass Keeper Lars Battermann einen Sahnetag erwischte und etliche Würfe, darunter auch einige Siebenmeter, entschärfte. Aber auch er konnte nicht gänzlich verhindern, dass die Gäste immer dichter herankamen und sechs Minuten vor dem Ende einer eigentlich nie unfairen Partie, bei der keiner so richtig weiß, warum es insgesamt 15 (!!!) Zeitstrafen gab, plötzlich den Ausgleich erzielten. Das Momentum lag klar beim SVW, doch Battermann hatte etwas dagegen. Der nächste gehaltene Siebenmeter und zwei TuS-Tore brachten die Rheiderländer endgültig auf die Siegerstraße. Hätte man zumindest denken können. Aber passend zum hektischen Spiel vergaben die Holthuser beinahe noch in der letzten Spielminute den sicher geglaubten Sieg und konnten froh, dass bei der letzten Aktion der Gäste ein Foulspiel nicht geahndet wurde. So verloren die Fehntjer den Ball und der TuS durfte sich bei der Schlusssirene über schmeichelhaften 23:22-Erfolg freuen.

Wie so oft zählen aber einzig und allein die beiden Punkte und dank eben jener Punkte konnten die Holthuser in der Tabelle ein wenig klettern. Am kommenden Wochenende steht dann das nächste Spiel an. Dann ist der TuS zu Gast beim Wilhelmshavener SSV II und versucht, mit einer deutlich besseren Leistung etwas Zählbares zu entführen.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Jörn Battermann (1), Jan Löning, Jörg Janssen (7/1), Markus Janssen, Linus Kugel (2), Jürgen Dreesmann, Marcus Wilken (9/4), Marco Post, Thomas Pawlik (2), Keno Poppen, Thorben Frieling (2), Florian Häfner.

Schiedsrichter: Egon Düßmann & Gerhard Brandt

Spielfilm: 4:2 (5. Min.), 6:3 (10.), 7:6 (15.), 10:9 (20.), 11:12 (25.), 15:12 (Halbzeit), 15:13 (35.), 17:13 (40.), 19:15 (45.), 20:18 (50.), 21:21 (55.), 23:22 (Ende).

Zeitstrafen: 8 (TuS) / 7 (SVW)

Siebenmeter: 6 – 5 Tore (TuS) / 8 – 4 Tore (SVW)