Spielbericht – 1. Spieltag vs. HSG Friedeburg/Burhafe (H)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2021/2022 – 1. Spieltag

TuS Holthusen vs. HSG Friedeburg/Burhafe 25:19 (13:10)

Saisonauftakt erfolgreich, aber mit viel Luft nach oben

Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Pflichtspiel haben die Holthuser Herrenhandballer zumindest ergebnistechnisch genau dort weitergemacht, wo sie im Oktober 2020 aufgehört hatten, nämlich mit einem Sieg. Am ersten Spieltag der Regionsoberliga-Saison 2021/2022 bezwang das Team um Trainer Johann Janssen die HSG Friedeburg/Burhafe mit 25:19 Toren.

Druck und Vorfreude wichen bei den Blau-Weißen bereits Mitte der zweiten Halbzeit der Gewissheit, zwei Punkte auf der Habenseite sicher zu haben. Denn zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren sich eine komfortable 10-Tore-Führung erarbeitet und es wäre schon eine Sensation für die Gäste notwendig gewesen, um noch etwas Zählbares auf die Heimreise mitzunehmen. Bis zur hohen und letztlich auch entscheidenden TuS-Führung und auch danach sahen die Zuschauer in der Weeneraner Oberschul-Halle ein Handballspiel, das geprägt war von Hektik und Fehlern auf beiden Seiten. Dabei hatte die Heimsieben während der gesamten Partie letztlich die besseren Nerven und eine etwas niedrigere Fehlerquote als die HSG. Dem TuS spielte es hierbei sicherlich auch in die Karten, dass die Mannschaft von Karsten Hogen noch einige kurzfristige Ausfälle verkraften musste und mit lediglich neun Akteuren antreten konnte. Zudem musste man während der Partie auch noch zwei weitere Ausfälle hinnehmen – auf diesem Wege wünschen wir den beiden verletzten Spielern gute Besserung! Die Holthuser hingegen konnten aus dem Vollen schöpfen und jede Position doppelt besetzen. Ebenfalls im Hinblick auf den Umgang mit dem Unparteiischen Anthony Franz, mit dessen Entscheidungen beide Teams nicht selten haderten, waren die Blau-Weißen cleverer, während die Gäste wegen „verbaler Scharmützel“ die ein oder andere Zeitstrafe absitzen mussten. Sportlich waren die ersten 15 Minuten ausgeglichen, danach konnte der TuS sich erstmals mit vier Toren absetzen, gab diesen Vorsprung aber auch genauso schnell wieder aus den Händen. Bis zur Pause gelang es der Janssen-Sieben zumindest, eine 13:10-Führung in die Kabine mitzunehmen.

Der zweite Durchgang gehörte dann nach wenigen Minuten Anlaufzeit den Holthusern. Während man vorne vor allem dank Vincent Poral, Marcus Wilken und Jan Löning die vielen sich bietenden Chancen in Tore umwandeln konnte, gelang es in der Abwehr dank wichtiger Paraden von Steffen Luikenga sowie vielbeiniger und aggressiver Deckungsarbeit in einer 5:1-Formation nur wenige Gegentore zuzulassen. Der Lohn war die bereits erwähnte deutliche Führung. Doch mit der Führung schaltete der TuS auch plötzlich mindestens zwei Gänge zurück und schien wohl zu glauben, dass man die Partie mit nur noch 50% Aufwand mühelos zu Ende spielen könnte. Die nie aufsteckende HSG bestrafte diese Holthuser Arroganz direkt mit fünf Toren in Folge. Dabei wären sogar noch weitere Treffer möglich gewesen, wenn die Gäste nicht drei freie Würfe liegengelassen hätten. Letztlich verwaltete der TuS den geschmolzenen Vorsprung und quälte sich in den letzten Minuten Richtung Schlusspfiff und dem Endstand von 25:19 Toren.

Dass der Erfolg letztlich verdient war, dürfte niemand anzweifeln. Luft nach oben ist auf Seiten der Holthuser jedoch noch reichlich vorhanden. Beim nächsten Spiel in drei Wochen bei der HSG Neuenburg/Bockhorn II sollte man sich derartige Leistungseinbrüche verkneifen, will man dort weitere Punkte entführen.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Malte Löning (1), Vincent Poral (8), Thomas Pawlik (1), Keno Poppen (1/1), Thorben Frieling, Jörg Janssen (1), Jörn Battermann, Marcus Wilken (7/3), Marco Post, Johannes Kampen, Jan Löning (4), Markus Janssen (2).

Schiedsrichter: Anthony Franz

Spielfilm: 2:1 (5. Min.), 5:2 (10.), 7:5 (15.), 11:7 (20.), 11:9 (25.), 13:10 (Halbzeit), 15:12 (35.), 19:12 (40.), 22:14 (45.), 24:14 (50.), 24:17 (55.), 25:19 (Ende).

Zeitstrafen: 4 (TuS) / 6 (HSG)

Siebenmeter: 5 – 4 Tore (TuS) / 7 – 6 Tore (HSG)