Spielbericht gegen HSG Emden II

– Spielbericht –

Regionsoberliga Nord – Saison 2025/2026 – 13. Spieltag

HSG Emden II vs. TuS Holthusen 28:23 (15:8)

Siegesserie beendet, Meisterschaft entschieden

Dass es die Herrenhandballer des TuS Holthusen irgendwann erwischen würde, war nur eine Frage der Zeit. Am Samstagnachmittag war es schließlich soweit: Beim Gastspiel bei der HSG Emden II mussten sich die Rheiderländer mit 23:28 Toren geschlagen geben.

Zum Spitzenspiel des Zweiten gegen den Ersten hatten beide Mannschaften alles mobilisiert, was einsatzfähig war. Der TuS durfte sich aufgrund des Fehlens der etatmäßigen Kreisläufer bei Marcus Wilken bedanken, der aushalf und einen guten Job machte. An der Seitenlinie versuchte Keno Poppen in Vertretung für Holthusens abwesenden Coach Michael Hieronimus, die Geschicke zu leiten. Dabei konnte er allerdings so viel wechseln oder umstellen, wie er wollte, denn Effekte sollten sämtliche personellen Veränderungen nicht wirklich bewirken. Das lag in erster Linie daran, dass die Heimsieben zum Leidwesen der Gäste zum Haftmittel griff und sich damit einen riesengroßen und letztlich spielentscheidenden Vorteil verschaffte. Denn während die Emder deutlich häufiger damit agieren, war beim TuS ab der ersten Minute eine spür- und auch deutlich sichtbare Unsicherheit vorhanden, die sich in diversen Ballverlusten und Fehlwürfen zeigte. Erst nach knapp neun Minuten durften die Blau-Weißen ihren ersten eigenen Treffer bejubeln und auch in der Folge war jeder Angriff Stückwerk. Weil auch die HSG viele Fehler machte, waren Tore zunächst Mangelware. Die hohe Fehlerquote der Holthuser sorgte jedoch für komplett gehemmte TuS-Akteure, denen durch die nicht vorhandene Sicherheit jegliches Tempo abging und die mit ansehen mussten, wie die Hausherren sich Tor um Tor absetzen konnten. Zur Pause war das vermeintliche Spitzenspiel, das unter diesen Umständen aber keines war, beim Stand von 15:8 für die Emder eigentlich bereits entschieden.

Aus der Kabine kamen die Gäste mit dem Ziel, sich nur noch von Angriff zu Angriff zu konzentrieren und so im besten Falle das Ergebnis in eine ordentliche Bahn zu bringen. Während es zunächst erst einmal wieder vorne Fehlwürfe und hinten das nächste Gegentor hagelte, folgte aus dem Nichts die beste Holthuser Phase. In erster Linie lag das nicht an der Abwehrarbeit, die durchgehend ganz okay war, sondern viel mehr an einigen guten Entscheidungen und erfolgreichen Abschlüssen im Angriff. So war der TuS Mitte der zweiten Halbzeit plötzlich wieder mitten im Spiel und kam bis auf ein Tor heran. Die gut besuchte Halle hätte eine nun bis zum Abpfiff spannende Partie verdient gehabt, die aber weiterhin vorhandene Einschränkung bei Pässen und Torwürfen flog den Gästen jedoch kurze Zeit später wieder um die Ohren. Teilweise warf man seinen Gegenspielern den Ball aus einem Meter Entfernung in die Arme, weil man Krach mit dem Spielgerät hatte. Diese erneuten Einladungen ließen sich die Emder nicht entgehen und setzen sich wieder auf fünf Tore ab. Damit war die Begegnung endgültig entschieden und letztlich bejubelte die HSG einen 28:23-Heimsieg, der durch die blau-weiße Brille betrachtet jedoch einen faden Beigeschmack hatte.

Beide Teams haben nun zwei Minuspunkte und auch wenn die Holthuser aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs weiterhin vor den Emdern stehen, ist die Meisterschaft der HSG bereits sicher. Aufgrund der Strafe, die dem TuS am Ende der Spielzeit noch abgezogen wird, und mit Blick auf das Restprogramm der Emder wäre alles andere zumindest ein Wunder. Für die Holthuser folgt nun eine wochenlange Pause, die mit dem letzten Saisonspiel am 18.04.26 auf Norderney endet.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lukas Tapper (TW), Lars de Buhr (TW), Timm Wilke, Jörg von der Recke (6), Sven Wilke (3/1), Markus Janssen (2), Jürgen Dreesmann, Marcus Wilken (4/3), Thomas Pawlik (3), Fabian Heilmann, Michael Frese (2), Maik Hüncke (2), Florian Häfner, Heiko Kuper (1).

Schiedsrichter: Peter Adena & Klaus Heidrich


Spielfilm: 2:0 (5. Min.), 3:2 (10.), 4:2 (15.), 8:5 (20.), 12:8 (25.), 15:8 (Halbzeit), 16:10 (35.), 17:13 (40.), 19:17 (45.), 22:19 (50.), 25:20 (55.), 28:23 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 7 (HSG)

Siebenmeter: 6 – 4 Tore (TuS) / 2 – 2 Tore (HSG)